Sonntag, 28. Mai 2017

Berlin ist eine Reise wert

Das lange Wochenende haben meine Töchter und ich für einen Besuch in der Hauptstadt genutzt. Und Berlin zeigte sich von seiner sonnigen Seite.


Da die Töchter zum ersten Mal in Berlin waren durfte zwischen den Einsätzen der Jüngsten mit dem Posaunenchor Kulturelles und Geschichtliches nicht fehlen. Oft ließ es sich auch gut miteinander verbinden wie der Besuch der Gedächtniskirche nach einem Einsatz vor dem KaDeWe.


Wie man auf dem oberen Foto sieht war die Innenstadt am Samstag vom bevorstehenden Pokalfinale geprägt. Aber mich fazinierte das Blau der Fenster mehr.


Im KaDeWe kamen die Töchter aus dem Staunen nicht mehr heraus. So ein großes Kaufhaus mit diesem schier unerschöpflichen Angebot kannten sie bis dato nicht. Und Designerkleider und Schmuck von Tiffany hatten wir drei Landeier auch noch nicht gesehen. Ich sage nur: Diamonds are a girls best friends.


Dank einem Mitglied des Posaunenchores hatten wir eine Einladung eines Bundestagsabgeordneten aus der Heimat zur Besichtigung des Bundestags bekommen.



Es war unheimlich spannend mal hinter die Kulissen schauen zu können. Allein die Kontrollen wie im Flughafen inklusive Ausweisabgabe, um hereingelassen zu werden. Dieses Bild ist im Untergeschoss des Jakob-Kaiser Hauses gemacht, man hatte aber überhaupt nicht das Gefühl im Keller zu sein. Spannend, dass unser Einlass im Gebäude auf der anderen Straßenseite war und wir überhaupt nicht bemerkt hatten, dass wir unter der Straße laufen.


Diese Telefonzellen stammen aus einer Zeit, als es keine Handys gab und die Abgeordneten von hier aus in ihre Büros telefonieren konnten, um fehlendes Material anzufordern. Man kann sich wirklich nicht vorstellen, wie lang die Wege sind. 'Mal eben' ins Büro und zurück in den Plenarsaal ist nicht.


Abgeordnetensessel aus Bonn.


Nicht nur Erinnerungsstücke findet man im Übergang vom Jakob-Kaiser Haus zum Reichstagsgebäude, auch viel Kunst in Form von Gemälden und diesem Archiv der Deutschen Abgeordneten zwischen 1919 und 1999, die demokratisch ins jeweilige Parlament gewählt geworden waren, darunter auch Namen wie Heinrich Himmler. Das klingt verstörend, war aber Folge demokratischer Wahlen, wie uns erklärt wurde. 


Die schwarze Box symbolisiert die Jahre, in denen Deutschland über kein demokratisch gewähltes Parlament verfügte. Und Parlamentarier, die ermordet wurden, haben einen schwarzen Vermerk unter dem weißen Namensschild mit Todestag.


Mehrerer solcher Figuren finden sich im Innenhof des Jakob-Kaiser-Hauses.


Und das ist eine Art Kunst im Fahrstuhl. Da wurden alle Handys und Kameras hochgehalten.


Vor dem Plenalsaal der Flur, in dem sich unter anderem das Büro der Bundeskanzlerin befindet.


 Sie befand sich aber zu dem Zeitpunkt in Brüssel.


Ein weiterer Einsatzort des Posaunenchores war an diesem Nachmittag auf der Freundschaftinsel in Potsdam. Gleich gegenüber der Insel liegt das kürzlich eröffnete Museum Barberini, und direkt dahinter, auf dem Foto leider verdeckt, die Nikolaikirche.


 Das holländische Viertel von Potsdam.


 Auch Potsdam hat ein Brandenburger Tor.




Nicht fehlen durfte ein Besuch des Parks von Schloss Sanssouci. Auf der anderen Straßenseite der nach 10 Jahren Bauzeit wieder erschaffene Winzerberg.


Bei tollem sommerlichem Wetter war es eine große Freude durch den Park zu spazieren vorbei an vielen Skulpturen. Wie man sieht nicht nur römisch inspiriert, wie man sie von anderen Schlossparks kennt.



 Dann endlich der Blick auf die Sommerresidenz von König Friedrich II.





Der Park ist so riesig, dass man zu Fuß lange unterwegs wäre, um alles zu sehen.


 Aber zum Glück kann man per Bus alle Sehenswürdigkeiten wie das Neue Palais erreichen. Hier der Blick aufs Palais durch das Triumphtor.





Die Tage in Berlin hatten viele Höhepunkte. Einer war den früheren Präsidenten Barack Obama auf der Bühne am Brandenburger Tor zu erleben.


Meinen Bericht schließe ich mit einem meiner Lieblingsmotive von Berlin, der Oberbaumbrücke unweit der East Side Gallery, wo die Tochter ihren ersten Einsatz hatte.

9 Kommentare

Klaudia hat gesagt…

Tolle Bilder hast du aus Berlin mitgebracht...es muss eine tolle Stadt sein, ich war leider noch nie dort.

LG Klaudia

stufenzumgericht hat gesagt…

Liebe Britta,
was für ein stimmungsvoller Bericht über dein Wochenende in Berlin, diese ganz besondere Führung durch den Reichstag durfte ich auch vor 2 Jahren erleben und ist mir unvergesslich geblieben! Berlin ist immer eine Reise wert, das beweisen deine Bilder! Mail folgt ;-) Liebe Grüße von Martina

Quiltmoose - Dagmar hat gesagt…

Tolle Bilder und Eindrücke von einer großartigen Stadt!
Liebe Grüße,
Dagmar

Angelikas quilts and knits hat gesagt…

Hallo Britta,
das war wirklich ein spannendes Wochenende für euch :-)

Liebe Grüße
Angeliks

Hanna hat gesagt…

Liebe Britta,
Welch schöner Bericht von einem sehr schönen Wochenende mit deiner Tochter -
liebe Grüße
Hanna

Birgit hat gesagt…

Liebe Britta,
da habt ihr ja einen tollen Ausflug nach Berlin und Potsdam erlebt. Danke für die vielen schönen Fotos.
Liebe Grüße
Birgit

Steffi hat gesagt…

Du hast recht, Berlin ist immer eine Reise wert! Danke für die vielen schönen Fotos!
Liebe Grüße
Steffi

Petruschka hat gesagt…

Einen wirklich spannenden Bericht aus dem Reichstag gibst du uns zu lesen und zu sehen. Auch die anderen Erlebnisse klingen spannend. Daß Euch Sanssouci gefallen hat, glaube ich gern - es ist einfach zauberhaft.

Herzlichst, Petruschka

Elisabeth hat gesagt…

Liebe Britta, vielen Dank für die vielen schönen Bilder von Berlin!!
Da habt ihr euch aber ein sehr wuseliges Wochenende ausgesucht!!
Viele Orte deines Berichts habe ich ebenfalls schon gesehen, aber ein paar nehme ich mir schon mal für den nächsten Besuch vor.
Wünsche euch schöne Pfingstfeiertage.
Lg Elisabeth